DIE ENGEL VON WIEN

AUSSTELLUNG | DRAMATURGIE

Füße eines Friedhofengels

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Fotografen
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Wer die Ausstellung "DIE ENGEL VON WIEN" betritt, wird - scheinbar unbemerkt - Teil einer Inszenierung zum Thema Leben und Tod. Der Besucher begibt sich beim Durchwandern der Ausstellung auf eine innere Reise, wird konfrontiert mit den ewigen Fragen des Lebens: Woher kommt der Mensch? Wohin gehe ich? Wohin steuere ich das Schiff meines Lebens?

Das Raumerlebnis "Borromäuskirche" arbeitet und funktioniert dabei auf mehreren Ebenen: Durch Installationen und dosierten Einsatz von Licht, sphärischen Klängen und Farbe werden nicht nur die großflächigen Fotografien emotional spür- und erlebbar, der Besucher selbst wird zum Mittelpunkt seiner eigenen Wahrnehmung. Im Mittelpunkt der Inszenierung steht die Konfrontation des Menschen mit dem Themen Leben, Tod, Wiedergeburt in Angesicht der stets allgegenwärtigen Engeldarstellungen.

Der Tod (ein "dunkler Raum", den der Besucher zu durchwandern hat) ist ein Bestandteil des Lebens und verweist den Menschen in seine Lebensschranken. Wer diese Grenzen auf der Erdenbühne überschreitet, wird zwangsläufig mit den Folgen konfrontiert. Während der Tod die Vergänglichkeit als sein Banner hochhält, bemüht sich das Leben (visualisiert durch den "hellen Raum", der den Besuchern zum betreten offen steht) um Dauerhaftigkeit. Somit wird ein Kreislauf von Sterben und Geborenwerden aufrechterhalten und der Mensch, das entwickelteste Lebewesen auf der Erde, ist diesem Kreislauf durch seine Wiedergeburt unterworfen.

Die Darstellungsart der Fotografien und das Raumerlebnis bewirken somit auf einer emotional-spirituellen Ebene zusätzliche Betrachtungsmöglichkeiten und Anregungen für eine erlebnisreiche und reflexive Art des Sehens, Hörens und inneren Spürens.

        

Licht & Schatten - Verein zur fotografischen Annäherung